Die MPU

Die MPU ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung Ihrer Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen.
Wenn Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen wurde, gelten Sie bis auf Weiteres als nicht geeignet zum Führen von Kfz.
Oder Sie sind Inhaber einer Fahrerlaubnis, aufgrund konkreter Vorfälle hat die Behörde aber Zweifel an Ihrer Eignung.
Die MPU begutachtet Sie dahingehend, ob die Zweifel an Ihrer Eignung noch bestehen oder zwischenzeitlich ausgeräumt sind.

Wenn das Thema neu für Sie ist, können Sie sich hier einen ersten Überblick über den Ablauf einer MPU verschaffen und Erklärungen zu
wichtigen Begriffen nachlesen.
 

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Wann erfahren Sie, ob Sie zur MPU müssen?
 

Wenn eine Fahrerlaubnis entzogen wurde, wird häufig eine Sperrfrist ausgesprochen, innerhalb derer keine Neuerteilung möglich ist. Drei Monate vor Ablauf dieser Sperrfrist können Sie einen Antrag auf Neuerteilung einer Fahrerlaubnis stellen. Nutzen Sie die Sperrfrist, sonst verlieren Sie wertvolle Zeit! Denn erst nach der Bearbeitung Ihres Antrags erfahren Sie von der Behörde, ob Sie eine MPU machen müssen.

Bei Alkoholdelikten müssen Sie bei der MPU entweder Blutergebnisse oder gar über 6-12 Monate Abstinenznachweise vorlegen. Darum sollten Sie sich schon bei der Entziehung der Fahrerlaubnis erkundigen, ob eine MPU fällig wird.

Bei Btm-Delikten wird die Fahrerlaubnis immer entzogen. Sie müssen zwingend Drogenabstinenz über mindestens 6, oft aber 12 Monate nachweisen.

Ausnahme: Cannabis. Hier wird nicht sofort die Fahrerlaubnis entzogen. Einige Wochen nach dem Delikt bekommen Sie einen Bußgeldbescheid inklusive Fahrverbot. Spätestens sechs Monate nach dem Delikt bekommen Sie erneut Post: je nach Höhe von THC- und THC-COOH-Wert wird die Fahrerlaubnis entzogen oder nur eine MPU angeordnet. Klage ist nicht möglich, den Gang zum Rechtsanwalt können Sie sich sparen. Suchen Sie lieber direkt nach dem Delikt eine verkehrspsychologische Beratung auf, um das weitere Vorgehen sinnvoll zu planen und eine Entziehung der Fahrerlaubnis zu verhindern.

 

Eine Auflistung der Delikte, welche eine MPU nach sich ziehen, finden Sie hier. 
In allen Fällen kann eine verkehrspsychologische Beratung VOR der Gerichtsverhandlung dabei helfen, die Sperrfrist zu verkürzen und das Urteil zu mildern,

 

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Wer macht die MPU:

Aktuell gibt es 14 Träger von 274 Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF).
Diese müssen sich strengen und regelmäßigen Prüfungen seitens der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) unterziehen. Bei den Begutachtungsstellen arbeiten speziell geschulte Verkehrsmediziner und - Psychologen, welche eine Akkreditierung durch die BASt benötigen.

Für Sie besteht freie Wahl: ob Sie die MPU am Wohnort machen oder anderswo, bleibt Ihnen überlassen.

 

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Wie verläuft die MPU:

Nach Eingang Ihrer Straßenverkehrsamtsakte bei der BfF bekommen Sie eine Einladung mit Zahlschein. Sobald Sie den Betrag überwiesen haben, bekommen Sie einen Untersuchungstermin. Für diesen planen Sie 4-6 Stunden ein.


Am Untersuchungstag werden zuerst Ihre Personalien geprüft. Dann werden Ihnen  Fragebögen zur Sache ausgehändigt, die Sie im Wartezimmer ausfüllen. In der Regel gibt es dort auch Getränke. Je nach dem, welcher Mitarbeiter zuerst frei ist, geht es weiter:


ZUM ARZT:    Dort werden Sie zu Ihrem Gesundheitsstatus befragt. Ihr Blutdruck wird gemessen, Sie werden abgehorcht, gewogen. Wenn Sie wegen Alkohol und /oder Btm da sind, werden Ihre Konsumgewohnheiten erfragt und es wird Ihnen Blut, bei Btm auch Urin (unter Sicht) abgenommen. Ferner werden die von Ihnen mitgebrachten Unterlagen geprüft (Sehtest, Gesundheitszeugnisse, Atteste;  auch Drogenfreiheits- bzw. Abstinenznachweise).   Dauer: 20-30 Minuten.


ZUM LEISTUNGSTEST:    an einem speziellen Reaktionstest-Gerät müssen Sie auf verschiedene Farb-und Tonreize mit dem Drücken zugehöriger Tasten antworten. Dies wird Ihnen gründlich erklärt, dann gibt es einen Übungsdurchlauf, dann gehts los. Im Falle ungenügender Reaktionszeiten wird der Test wiederholt. Fällt auch der zweite Durchlauf ungenügend aus, werden das Ergebnis und mögliche Gründe dafür mit dem Psychologen besprochen.    Dauer:  20-30 Minuten.

ZUM PSYCHOLOGEN:   Nun gehts ans Eingemachte. In einem Begrüßungsgespräch wird Ihnen das Vorgehen bis zum Versand des Gutachtens dargelegt. Es folgen allgemeine Fragen zur Person, zum Beruf, zum Familienstand, Hobbys etc.
Im weiteren Verlauf werden die aktenkundigen Delikte besprochen, Ihre heutige Einstellung dazu, Ihre Vermeidungsstrategin für die Zukunft, etc.
Am Ende des Gesprächs sollte eine vorläufige Rückmeldung erfolgen, eine abschließende Ergebnismitteilung ist meist noch nicht möglich. Erst die Zusammenfassung der drei Untersuchungsteile führt zum endgültigen Ergebnis.     Dauer:  50-90 Minuten.

 

Das Gutachten sollte nun -sofern keine Unterlagen nachgefordert werden müssen- innerhalb 10 Werktagen erstellt und an Sie versendet werden.

 

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Wer ist Auftraggeber bei der MPU:


Sie selber! Nachdem eine MPU angeordnet wurde, müssen Sie innerhalb einer Frist eine Begutachtungsstelle (BfF) benennen. Durch die Überweisung der Kosten für die MPU sind Sie der Auftraggeber für die  Erstellung eines Gutachtens.
Keinesfalls sollten Sie die Begutachtungsstelle von der Schweigepflicht gegenüber der Behörde entbinden! Vielmehr sollten Sie das fertige Gutachten zu sich nach Hause schicken lassen, in Ruhe lesen und erst dann bei der Behörde abgeben.
Eine Pflicht zur Abgabe eines (negativen Gutachtens) gibt es nicht. Allerdings führt eine Nichtabgabe zur Versagung der Neuerteilung der Fahrerlaubnis. 


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Kosten einer MPU:

Die Kosten sind nach einer amtlichen Gebührenordnung festgelegt und orientieren sich an der zu untersuchenden Fragestellung. Die Fragestellung wird anhand Ihrer Delikte durch die Fahrerlaubnisbehörde vorgegeben. Die Kosten liegen zwischen ca. 350 und 750 Euro, eventuell zuzüglich weiterer Kosten für Drogenscreenings.
Reine Verkehrs-oder Straftatfragen ohne Laboranalyse sind am billigsten, Mehrfachfragestellungen am teuersten. 

 

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Durchfallquoten:

Die sogenannte "Durchfallquote" ist recht hoch. Je nach Untersuchungsanlass erhalten zwischen 40 und 60 % der Betroffenen ein negatives Gutachten. Das bedeutet in der Regel den Verzicht auf die Fahrerlaubnis für weitere 6 bis 12 Monate und eine erneute MPU.
Von denen, die ein positives Gutachten erhalten, hat wiederum ein großer Teil schon eine negative MPU hinter sich und anschließend an einer verkehrspsychologischen MPU-Beratung  teilgenommen. Eine MPU-Beratung führt zu einer erheblichen Verbesserung der Eignungsvoraussetzungen und spart unterm Strich Geld und Zeit und Streß.

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MPU - Hilfe - Dortmund

Verkehrspsychologische Praxis  Dipl. - Psychologin

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